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Styling :: Berlin Fashion Week

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Berlin ist keine Stadt, Berlin ist ein Lebensgefühl. Ein Lebensgefühl, das gerne seine Grenzen an den Extremen austestet. Wenn man bei uns nur am Rande wahrgenommene Trends in ihrer vollen Dimension und ursprünglichen Ausprägung sehen möchte: Berlin. 
  
Wo sonst wäre also die Messe des Streetstyles besser aufgehoben. Unser alljährlicher Besuch war mit Vorfreude und Spannung erwartet und ließ uns wieder einmal beeindruckt zurück. Diesmal aktueller denn je: die leicht beschämende Besorgnis, unter all diesen Yuppies der Messebesucher etwas underdressed zu sein. Nicht im herkömmlichen Sinne, sondern einfach zu normal, zu unaufregend, zu unspektakulär als es dem Fashionevent würdig scheint. Wir trauten uns schließlich dann aber doch wieder durch die langen Gänge der in ganz Berlin verteilten Hallen der Seek und Neonyt-Messe.
  
 
Dabei von Beginn an unübersehbarer Fokus im gesamten Lebensgefühl: The 90s. They are back. Aufgekrempelte Hosen, übergroße, kastige Jacken, bullige Schuhe, Buffalos, Orangetöne, Kunstpelz, Riesenlogos, technische Stoffe und Details.... Wie bereits angedeutet, nicht die ersten Assoziationen, die wir zu unserem eigenen Modestil haben. 
  
Nicht zuletzt aus diesem Grund, ist die Vor-Millennium-Mode eine, die wir auch für unseren Laden noch nie für eine wiederholenswerte erachteten. Diese Einstellung schien im Laufe des Messebesuchs immer mehr zu einer zu dogmatischen, geradezu spießerhaften zu werden, die das Spießen vor allem in Bezug auf die neuesten Teile der Messestände spürbar machte. Trotz vorsichtiger Annäherungsversuche, wird Kleider machen Leute in der Renaissance der 90s wohl nicht die große Liebe finden. Oder zumindest nicht auf den ersten Blick. 
Ähnlich cool und diplomatisch wie John von Johnny Love sagen wir „this is taste“ und geben der Liebe noch etwas Zeit zum Keimen.
  
Ein weiteres Date hatten wir mit dem zweiten großen Trend, der sich auf der Messe zeigte: Vintage. InfluencerInnen und MessebesucherInnen zeigen sich selbstverständlich von Kopf bis Fuß in diesem Look. Die Pro-Liste zu diesem potentiellen Herzblatt: Wir stehen dem Konzept der gebrauchten Klamotten grundsätzlich positiv gegenüber. Wiederverwertung ist in unserem Sinne, weil es ohnehin zu viel Kleidung am Markt gibt. Die Contra-Liste schreit (etwas lauter): Nicht jeder Mensch mag sich mit gebrauchtem Gewand anfreunden und hat auch die Zeit, von Vintageshop zu Vintageshop zu laufen, um verborgene Schätze zu suchen. Vor allen Dingen aber aus dem Gedanken an die Existenz von uns kleinen HändlerInnen heraus, ist unsere Begeisterung für den Vintage-Trend nicht grenzenlos. 
  
Was wir immer schon sehr aufregend und beeindruckend an der Berliner Messe fanden: Die einzelnen imposanten Auftritte an den vielen verschiedenen Standorten quer durch die Metropole.Was uns dieses Mal besonders auffiel, uns freute und motivierte: Sustainability entwickelt sich vom als Trend abgetanen Nischenmarkt zu einer scheinbar unaufhaltbaren Entwicklung, der sich auch konventionelle Brands nicht mehr entziehen. 
  
  
Sehr gefallen hat uns auch der Stand von SKFK, ehemals Skunkfunk. Wie die Insider unter euch bestimmt wissen, ist es unser Label der ersten Stunde, weshalb wir mit besonderer Begeisterung den Relaunch in den nächsten Tagen bejubeln werden.
  
  
Jetzt schon können wir für die kommende Herbst-Winter-Saison in Vorfreude ankündigen: Einige tolle finnische Labels, viel Strick, mehr Farbe und hochwertige, funktionelle Materialien.

  

Gerne möchten wir euch in den nächsten Wochen zeigen, wie wir die Bewegungen aus der Berliner Fashionwelt für uns interpretieren. Iris wird euch unseren Umgang mit den beiden Haupt-Trends demonstrieren. Wie man tolle Outfits mit dem ein oder anderen Vintageteil zusammenstellt, ohne Gefahr zu laufen, auf der Straße mit einem „Lei, Lei!“ begrüßt zu werden. Außerdem wird sie sich um die zögerlichen Annäherungsversuche mit unserem 90s-Date kümmern und - zugegeben - durchaus ein paar schöne Interpretationen des nicht aufzuhaltenden Trends zeigen.

 

Abschließend können wir auch nach der aufregenden Zeit in Berlin nur noch mit Coco Chanels Worten verbleiben: Mode vergeht, Stil besteht.
  
Ein Bericht von Anita & Christian, geschrieben von Lisa Ortner.