Die Sneakers-Alternative aus Frankreich und Brasilien heißt Veja. Schlichte, klassische Formen, angelehnt an die 70er Jahre. Hergestellt aus brasilianischer Fairtrade-zertifizierter Biobaumwolle, Leder aus Uruguay und Naturkautschuksohlen.

Veja bezieht ihre Biobaumwolle von 320 Familien, die als Kleinbauern auf das gesicherte und faire Einkommen angewiesen sind und durch den weitgehenden Chemikalien- und Pestizidverzicht einen Teil zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können.

Auch der Naturkautschuk, welcher in den Amazonaswäldern gewonnen wird trägt zum Erhalt eben dieser Wälder und der dort angesiedelten Familien bei. Das Vorkommen der aktiven Nutzbäume verhindert, dass der Wald vorort gerodet wird um als Viehweiden nutzbar gemacht zu werden und sind gleichzeitig wertvoller Rohstofflieferant für Naturkautschuk - den jeder Veja-Schuh braucht eine Sohle.

Beim Leder ist es schon etwas schwieriger den tatsächlichen Ursprung und Weg nachzuvollziehen. Jedenfalls stammt das Leder für die Sneaker aber nicht von Vieh, das auf gerodeten Amazonaswäldern gegrast hat. Das wird ausgeschlossen. Außerdem wird das Leder nur ökologisch mit pflanzlichen Extrakten (z.B. von Akazie) gegerbt. Auf Chrom-basierte Verfahren wird zum Schutz von Mensch und Umwelt verzichtet.

Gefertigt und genäht werden die Schuhe in Fabriken nahe Porto Alegre und seit 2013 auch in Rio Grande so Sul, im Süden Brasiliens. Dabei wird stets auf faire Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Mitarbeiter geachtet.

Die fertige Ware wird per Schiff von Porto Alegre(Brasilien) nach Le Havre(Frankreich) transportiert und dort von Menschen verpackt und versendet, die innerhalb dieses Projektes die Chance für einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt bekommen.

Wie aber kann es nun sein, dass dieser Schuh, der in der Produktion das drei- bis vierfache eines herkömmlichen Sneakers kostet, zu einem durchschnittlichen Preis im Laden angeboten werden kann? Die Antwort: Verzicht auf Werbung! Die dadurch eingesparten Kosten machen es möglich. Außerdem wird nur so viel produziert wie ein halbes Jahr vorher von Händlern geordert wird und was die Baumwoll-Ernte hergibt. Auf die (Über)Produktion für Lagerbestände wird verzichtet.